Was man als Forex Trader beim Blick auf die Charts beachten sollte

Forex Trading macht Spaß, ist aufregend und überaus vielversprechend. Das Potenzial durch traden den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu finden ist groß. Doch bis man endlich dort angelangt ist, sind viele Hürden zu nehmen und Steine aus dem Weg zu räumen. Nur wer es schafft, aus seinen Fehlern zu lernen und ständig an seinen Fähigkeiten als Trader arbeitet, kann langfristig am Markt erfolgreich sein.

Einige der am häufigsten gemachten Fehler sind sehr offensichtlich und können von vornherein vermieden werden.

Die meisten Trader treffen ihre Handelsentscheidungen auf Grund der Analyse von Preis-Charts und anderen technischen Hilfsmitteln. Entscheidungen werden getroffen, weil ein Trader über den Chart eine bestimmte Sichtweise auf den Markt hat. Diese kann jedoch sehr unterschiedlich sein und somit Handelsentscheidungen positiv als auch negativ beeinflussen.

Folgend finden Sie einen Überblick der wichtigsten Faktoren und Fehlerquellen bei der Analyse von Preis-Charts.

1. Technische Hilfsmittel

Der von unerfahrenen Tradern beim Forex Trading lernen am häufigsten gemachten Fehler ist das Verwenden von zu vielen technischen Hilfsmitteln zur gleichen Zeit. Einige technische Hilfsmittel wie zum Beispiel Fibonacci, Trendlinien, RSI oder MACD können natürlich für sich allein sehr nützlich und beim Treffen von Handelsentscheidungen eine große Hilfe sein. Auf der anderen Seite ruft die Verwendung von zu zu vieler dieser Trading-Werkzeuge Entscheidungskonflikte bei der Analyse der Charts hervor.

Wenn Sie zum Beispiel einen Einstieg in den Markt auf einem Fibonacci_level basieren und anschließend für die Verwaltung des Trades zu einem Pivotpunkt oder RSI wechseln und für die Gewinnmitnahme oder Verlustrealisierung Bollinger Bänder oder einen gleitenden Durchschnitt verwenden, kann dies für Sie als Trader sehr verwirrend sein und Ihren Fokus beeinflussen.

2. Analyse mit Hilfe von Forex-Indikatoren

Sollten Sie sich dazu entscheiden, Indikatoren für Ihr Trading zu verwenden, ist es ratsam, dass Sie sich zunächst auf nur einen Indikator spezialisieren. Indikatoren dienen dazu, auf Grund vergangener Preisbewegungen die zukünftige Richtung des Marktes vorauszusagen.  Erst wenn Sie einen Indikator komplett verstehen und durch seine Hilfe bessere Trades am Markt eingehen, sollten Sie über die Verwendung weiterer Indikatoren nachdenken, um Ihre Trades noch besser zu filtern. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Ihre Charts nicht mit zu vielen Indikatoren überladen, so dass Sie nicht den Blick für den Markt und das Wesentliche – Die Preisbewegungen verlieren.

3. Nutzen Sie verscheidene Zeitfenster

Jedes Währungspaar kann über Charts in verschiedenen Zeitfenstern betrachtet werden. Die gängigen Zeitfenster sind 1 Minute, 5 Minuten, 15 Minuten, 1 Stunde, 4 Stungen, 1 Tag, 1 Woche und 1 Monat. Egal ob Sie ein Daytrader sein wollen und auf kurzfristige Gewinne setzen oder längerfristig in eine Währung investiert seinen wollen – Um Forex Trading Gewinne zu erzielen, ist die Betrachtung von unterschiedlichen Zeitfenstern essenziell, um so ein Gefühl für die längerfristige Richtung des Marktes zu bekommen.

Das Beste ist, sich auf ein Zeitfenster für die Ausführung der Trades wie zum Beispiel 1 Stunde festzulegen. Alle größeren Zeitfenster dienen Ihnen dann als Hilfsmittel. Wenn Sie jedoch einen Einstieg suchen, tun Sie dies ausschließlich mit der Schließung einer Kerze auf dem 1 Stunden Chart. Das heißt, dass Sie Ihre Charts nur jede Stunde einmal betrachten müssen, um eventuell eine Position zu öffnen und Ihre Verlustgrenze sowie Gewinnmitnahme am Markt zu platzieren.

Dieses Konzept können Sie ohne Probleme auf andere Zeitfenster übertragen.

4. Die verschiedenen Zeitzonen und Handelszeiten

Vor allem Daytrader die kleine Zeitfenster wie zum Beispiel 5 Minuten Charts für Ihre Einstiege in den Markt nutzen, sollten akribisch auf die Handelszeiten der großen Börsen achten. Denn sind diese geöffnet, ist die Aktivität am Markt in der Regel am größten.

Man spricht hier von drei verschiedenen Sessions. London, New York and Asia. Die Öffnungszeiten der Börsen in der verschiedenen Zeitzonen überlappen sich, wobei in der Zeit wenn die Märkte in den USA und Europa zeitgleich geöffnet sind, die höchste Aktivität zu erwarten.

5. Der BID und der ASK Preis

Viele unerfahrene Trader vergessen, dass es bei Finanzinstrumenten immer einen Bid und einen Ask Preis gibt. Wenn Sie ein Währungspaar kaufen möchten, tun Sie das auf dem niedrigeren Bid Preis und wenn Sie ein Währungspaar verkaufen möchten, ist der Ask Preis relevant.

Gerade beim Platzieren und Verlustbegrenzungen kann dies entscheidend sein. Wenn Sie einen Stop Loss für einen Short Trade platzieren, wird dieser Ausgelöst, sobald der Ask Preis das Level Ihres Stop Losses erreicht. Durch den Spread (Die Differenz zwischen Ask und Bid Preis) kann also ein Stop Loss eher ausgelöst werden als Sie vorher gedacht haben.

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3 Replies to “Was man als Forex Trader beim Blick auf die Charts beachten sollte”

  1. Markus Kohler

    Vielen Dank für die kurzgefasste und sehr interessante Einführung in die Welt der Forexindiaktoren. Dieses Gebiet ist sehr umfangreich, so dass es mit ein paar Zeilen längst nicht erschöpfend behandelt werden kann, aber für eine kurze Einführung ist dieser Text optimal.

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  2. traden lernen

    Danke für diesen sehr interessanten Artikel zum Thema Traden. Ich finde das jeder der sich ein bisschen für Trading bzw. Daytrading interessiert, es schaffen kann damit richtig Geld zu verdienen. Sicherlich muss man als Anfänger erst mal das traden lernen. Wenn man ernsthaft daran interessiert ist mit Traden sein Geld zu verdienen, dann ist es einfach ratsam sich vorher von einem Profi unterrichten zu lassen. Das kann im Rahmen von Trader Seminaren oder auch mittels Online Trader Seminaren stattfinden. Wichtig ist, das man als Anfänger nicht gleich am Anfang ein reelles Trader Konto bei einem Broker eröffnet, sondern erst einmal mit einem kostenlosem Demo Konto anfängt.

    Beste Grüße

    Steffen

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