Börsenausblick 2014 – im kommenden Jahr richtig investieren

Das Jahr 2014 erscheint aus der Perspektive von Anfang Februar als unbekanntes Terrain, denn die Euphorie der letzten Wochen in 2013 ist etwas verflogen. Die Nachrichten widersprechen sich in vielerlei Hinsicht: Schwellenländer leiden unter Kapitalflucht, die amerikanische Wirtschaft aber wächst. Die Politik des billigen Geldes könnte vonseiten der FED allmählich beendet werden, die EZB unter Mario Draghi hält indes wacker an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Die Renditen portugiesischer, spanischer und italienischer Staatsanleihen sinken wieder, ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Markt die Probleme dieser Länder für überwunden hält. Geht es daher aufwärts oder abwärts an den Aktienmärkten?

2014: Hausse oder Crash?

Während viele Hausse-Jünger des Jahres 2013 im Januar 2014 still und leise das Parkett verlassen haben, tauchen plötzlich Crash-Propheten auf, die für 2014 einen gewaltigen Absturz wie in 2007/2008 vorhersehen wollen. Sie bringen gute Argumente auf, denn die liquiditätsgetriebene Hausse sei inzwischen überhitzt und Aktien würden zu hoch bewertet – das könne nicht anders als im ungeheuerlichen Nachgeben der Werte enden, wenn nur irgendein unvorhergesehenes Ereignis eintritt. Doch das Verhalten der Akteure hat sich auch geändert, denn in früheren Jahren und Jahrzehnten gab es nicht so lang anhaltende Zinstiefs. Die Schrauben der Geldpolitik wurden alsbald fester angezogen, damit verblühte aber auch so mancher Aufschwung, der sich noch länger und nachhaltiger hätte entwickeln können. Wer also den nüchternen Analysten von EZB und immer noch auch der FED vertraut, darf gelinde Hoffnung auf einen anhaltenden Aufschwung hegen. Um zehn Prozent sollen Aktien im laufenden Jahr noch einmal steigen, dann sehen wir weiter, so viele Analysten.

In welche Aktien investieren?

Fundamentalanalysten ziehen verschiedene Werte wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) heran, um die Chancen von Aktien zu bewerten. Die 30 DAX-Werte weisen im Februar 2014 einen Durchschnittswert von etwa 17 auf, das liegt leicht über ihrem Durchschnitt während einiger Jahrzehnte und lässt noch keine Überbewertung vermuten. Ein Hoch war im Jahr 2000 mit dem Durchschnitts-KGV der DAX-Werte von 30 ablesbar. Experten erwarten, dass die Blue Chips in den nächsten zwei bis drei Jahren noch zulegen könnten. Wer auf DAX- und Dow-Jones-Werte setzt, macht nicht viel verkehrt, wenn auch im Einzelnen näher hinzuschauen ist. Da die wenigsten privaten Anleger eine gründliche Fundamentalanalyse durchführen, hilft immer wieder der Blick auf den Chart. Zu bevorzugen sind Werte, die stabile und schon länger andauernde, aber nicht zu steile Trends aufweisen. Das wären die Aktien etwa der Commerzbank, von Continental, in Grenzen die Daimler-Aktie und auch Fresenius, wo sich der recht steile Trend soeben etwas beruhigt (aber da ist noch Luft nach oben). Dann gibt es Werte, die nach einem vormaligen, vielleicht noch nicht zu lange zurückliegenden Absturz zum erneuten Aufschwung ansetzen oder kürzlich ansetzten. Der Düngemittelhersteller K+S gehört dazu und ebenso die Lufthansa, noch mehr solcher Werte finden sich im TecDAX. Die dritte Sorte von Aktien betrifft Werte, die sich in schwer definierbaren Swings bewegen, ein prekäres Bild für einen Blue Chip. Es geht nicht richtig nach oben, auch ein Absturz ist nicht erkennbar, für private Investoren eine unsichere Spielwiese. Hier wäre die Adidas-Aktie einzuordnen, ebenso BMW-Stammaktien, Infineon, Lanxess oder die Münchner Rückversicherung. Wer nicht ständig Kurse beobachten kann, sollte hiervon die Finger lassen.

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